„Schöne neue Welt“

„Brave New World“ von Aldous Huxley

Identität. Stabilität. Kollektivität.

Und doch sind alle glücklich.

Kein Verlust. Kein Schmerz. Kein Leid.

Nur jene Droge, welche alle davon befreit.

So klingt das Versprechen, das im Zentrum von „Schöne neue Welt“ steht. Doch je länger man hinsieht, desto deutlicher wird, dass dieses perfekte Glück nicht aus Freiheit und Selbstbestimmung entsteht, sondern aus Kontrolle. Was nach Harmonie wirkt, bekommt Risse, sobald Fragen nach Menschlichkeit, Individualität und echten Gefühlen auftauchen.

Ein Blick in die Welt des Stückes

„Schöne neue Welt“ führt uns in eine vermeintlich utopische Gesellschaft, die unsere moralischen Werte auf den Kopf stellt. In dieser Welt wird Glück nicht gesucht, sondern hergestellt. Konflikte werden nicht ausgehalten, sondern ausgeschaltet. Negative Gefühle gelten als Störung und werden durch die Droge Soma sofort gedämpft.

Im Stück treffen zwei Gegensätze ungeschönt aufeinander. Eine äußere Zone, die als abartig und pervers dargestellt wird, aber in vielen Aspekten unserer gewohnten Realität entspricht. Und eine innere Zone, in der Menschen dauerhaft glücklich sind, ohne Schmerz, ohne Trauer, ohne Zweifel. Doch dieses dauerhafte Glück hat seinen Preis. Wer nichts mehr fühlt, kann auch nicht mehr frei entscheiden.

Wenn Welten aufeinanderprallen

Als die sonst voneinander isolierten Bereiche aufeinandertreffen, geraten die Figuren in Bewegung. Es entstehen Veränderungen, innere Konflikte und eine starke Zerrissenheit. Das scheinbar perfekte Weltbild beginnt zu schwanken, und es zeigt sich, wie fragil ein System ist, das Menschlichkeit durch Betäubung ersetzt.

Fragen, die bleiben

Das Stück stellt grundlegende Fragen, die auch heute noch aktuell sind.
Was bedeutet Freiheit, wenn Gefühle gesteuert werden.
Wie viel Individualität geben wir für Sicherheit auf.
Und ist ein Leben ohne Schmerz wirklich lebenswert, wenn es dafür weniger Menschsein bedeutet.

Termine und Uhrzeit

Freie Waldorfschule Darmstadt

  1. Februar, 19:30 Uhr

  2. Februar, 19:30 Uhr

Für wen ist die Aufführung geeignet

Empfohlen für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse.

Herzliche Einladung

Wir laden alle Interessierten herzlich ein und freuen uns auf zwei besondere Theaterabende.

Spenden sind erwünscht und kommen unserer Klassenkasse zu Gute.