Während ihrer Bauepoche durfte die Klasse 3b eine ganz besondere Zeit auf

dem Lernort Oberfeld verbringen. Mit viel Einsatzfreude, Teamgeist und

handwerklichem Geschick bauten und gestalteten die Kinder dort einen

neuen Pflanztisch sowie zwei Hochbeete. Die Bauepoche ist ein wichtiger

Bestandteil der dritten Klasse und schenkt den Kindern die Möglichkeit, mit

den eigenen Händen etwas entstehen zu lassen, das bleibt.

Jeder Morgen begann in der roten Jurte mit dem gemeinsamen

 

Morgenspruch:

„Rasch begonnen ohne Säumen,

keinen Augenblick verträumen.

Rasch pack ich die Arbeit an,

dass sie gut gelingen kann.“

 

Danach wurde geplant, gemessen, getragen, gemauert, gehämmert, gebohrt

und gesägt. Mit großer Ausdauer und sichtbarer Freude gingen die Kinder

ans Werk. Sie konnten erleben, wie aus einer ersten Idee Schritt für Schritt

etwas Wirkliches entsteht und wie viel Kraft, Geduld und Zusammenarbeit in

einem solchen Bauprojekt stecken.

 
Aus alt mach neu

 

Besonders schön war, dass nicht nur Neues geschaffen wurde, sondern auch

bereits vorhandene Materialien bewusst wiederverwendet wurden.

Für den Pflanztisch sortierten, transportierten und verarbeiteten die Kinder

rund 150 gebrauchte Steine. Zusätzlich kamen 20 gebrauchte

Fundamentsteine zum Einsatz. Fünf Säcke Mörtel wurden angerührt und

vermauert, 2 m³ Kies für die Fundamente transportiert, eingebaut und

verdichtet. Auch 2,5 m³ Erde wurden ausgehoben und bewegt.

Für die Hochbeete wurden etwa 15 laufende Meter neues Holz

zugeschnitten. Ein weiteres Hochbeet entstand aus rund 15 laufenden Metern

gebrauchtem Holz, das ebenfalls passend zugeschnitten und verarbeitet

wurde. Viele neue und gebrauchte Schrauben fanden ihren Platz. Mit viel

Schleifpapier wurde geschliffen, was geschliffen werden konnte. So

entstanden ein stabiler Pflanztisch aus gebrauchten Steinen, ein Hochbeet

aus neuen Hölzern und ein weiteres Hochbeet aus recyceltem Holz.

 
Die Bauecke und die Tiere waren ein beliebter Platz

Natürlich gab es zwischendurch auch Momente, in denen die Kräfte

nachließen oder die Motivation etwas sank. Doch gerade in diesen

Augenblicken zeigte sich der besondere Zusammenhalt der Klasse. Die

Kinder ermutigten sich gegenseitig, halfen einander weiter und wuchsen als

Gemeinschaft noch enger zusammen. In den Pausen wurde die rote Jurte zum gemütlichen Treffpunkt.

Dort konnten sich die Kinder am reichhaltigen Frühstücksbuffet stärken. Anschließend

durfte in der „Bauecke“ mit Baumstämmen und Hölzern gespielt, gebaut und

getobt werden. Auch die Tiere des Oberfelds wurden besucht. Am vorletzten

Tag misteten die Kinder sogar fleißig den Stall der Schafe aus, denn der Mist

wurde als wertvoller Untergrund für die Hochbeete benötigt.

Zum krönenden Abschluss gestalteten die Kinder eigene Mosaike, die nun an

den Bauwerken angebracht sind. So bleibt ein ganz persönlicher Teil der

Klasse 3b auf dem Oberfeld sichtbar und erinnert an diese besondere

gemeinsame Zeit.

 

Inklusive leckerem Abschluss

Am letzten Tag wartete auf alle Kinder noch ein schöner Abschluss: Es gab

Pizza und als besondere Überraschung ein leckeres Eis von Familie Porcher.

 

Die Klasse 3b blickt dankbar auf eine erlebnisreiche, arbeitsintensive und

wunderschöne Bauepoche zurück. Die Kinder durften erfahren, wie erfüllend

es ist, gemeinsam etwas zu schaffen, Verantwortung zu übernehmen und mit

den eigenen Händen etwas Bleibendes entstehen zu lassen.

 

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diese besondere Erfahrung möglich
gemacht haben.